In drei Schritten zu einem effizienten Marketing
Geschicktes Marketing besteht aus drei Schritten. Die Grundlage ist eine Unternehmensanalyse, die als Ausgangspunkt die einfache Frage hat: „Wer sind wir und was machen wir?" Im zweiten Schritt geht es um die Zielgruppe: Welche Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse haben die Camping-Gäste? Am Schluss steht die Überlegung, wie sich die Zielgruppe am besten erreichen lässt. Mit Zeitungsanzeigen, Werbung durch Gäste oder dem Internet? Wichtige Aspekte dieser Schritte hat ECOCAMPING hier zusammengestellt.
1. Unternehmensanalyse durchführen
Viele Fragen können dabei gestellt werden: Welche besonderen Merkmale weist der Campingplatz auf? Aus welcher Motivation wird der Platz betrieben? Wie sind die Arbeitsabläufe organisiert? Antworten auf diese Fragen helfen, die gegenwärtige Situation auf dem Platz zu beschreiben. Dazu kommt noch ein Überblick über bisherige Werbemaßnahmen. Dann kann man einen Blick in die Zukunft wagen: Wie soll der Betrieb in zehn Jahren aussehen? Ziel ist es, ein Unternehmensleitbild zu entwerfen, das den Rahmen für gezielte Marketing-Maßnahmen bildet. So kann man u. a. die Absicht formulieren, Gäste, Mitarbeiter und Partner in die Entwicklung des Betriebes einzubeziehen und regelmäßig über Aktivitäten zu informieren. Eine solche Unternehmensanalyse ist die Basis für ein gutes Marketing: Bevor man solche Aktivitäten startet, sollte man genau wissen, wo das eigene Unternehmen steht.
2. Zielgruppe definieren
Die Gäste stehen im Mittelpunkt: Ihre Meinung über den Campingplatz ist entscheidend, wenn Marketing gelingen soll. Sind sie mit den Sanitärgebäuden zufrieden? Gefällt ihnen die Gestaltung des Platzes? Gibt es Kritik? Das und vieles mehr lässt sich mit dem Feedback-Bogen von ECOCAMPING erfragen. Sind die Bedürfnisse einer Zielgruppe erkannt, können darauf Marketing-Maßnahmen aufbauen, die genau zu dieser Gruppe passen. So fragte ECOCAMPING über 9.000 Camping-Gäste, was auf einem Platz für sie besonders wichtig ist. Das Ergebnis: Einkaufsmöglichkeiten stehen an erster Stelle (83,5 %), gefolgt von einer behindertengerechten Ausstattung (67,8 %) und der Möglichkeit der Standplatzreservierung (64,7 %). 63,7 % aller Befragten fanden es gut, dass es Auszeichnungen für Campingplätze gibt, die umweltverträglich geführt werden. Diese Informationen lassen sich für ein zielgruppengerechtes Marketing nutzen – die Bedürfnisse der Gäste sind neben der Unternehmensanalyse der Ausgangspunkt, um Werbung erfolgreich zu gestalten.
3. Informationskanäle der Zielgruppe erkennen
Stehen die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse fest, sind die richtigen Informationskanäle zu wählen, um künftige Camping-Gäste zu erreichen. Je nach Zielgruppe liegt der Schwerpunkt auf einem anderen Medium, das Spektrum reicht von der klassischen Zeitungsanzeige über Presseaussendungen bis zur Werbung auf der eigenen Homepage. Auch Aktionen wie „Gäste werben Gäste" sind denkbar – vielfältig sind die Möglichkeiten, den Marketing-Mix zu gestalten. Es kommt eben ganz darauf an, welche Ergebnisse die ersten beiden Schritte gebracht haben. Ein wichtiger Teil des Marketings ist die Vernetzung: Kooperationen in der Region sind für alle vorteilhaft, wenn zum Beispiel das touristische Angebot vor Ort gemeinsam beworben wird. Zwei Aspekte sind noch wichtig: Ein gutes Zeitbudget ist notwendig, weil nach einer Faustregel Marketingplanung- und umsetzung 20 Arbeitstage im Jahr in Anspruch nehmen können. Außerdem sollte man das finanzielle Budget vorher festlegen: Kostengünstige Aktionen wie Pressearbeit, E-Mailing und Kooperationen stehen an erster Stelle. Marketing-Maßnahmen mit höheren Kosten sollten gezielt zum Einsatz kommen (Anzeigen, Broschüren, Werbemittel oder Postaussendungen).
Mit diesen drei Schritten kommt man zu einem effizienten Marketing: Wer sein Unternehmen kennt, die Bedürfnisse der Zielgruppe ins Auge fasst und die richtigen Informationskanäle wählt, gewinnt neue Gäste für seinen Campingplatz.