Solarthermie – warmes Wasser durch die Sonne

 

Die Griechen haben das Prinzip früh verstanden: Sie streichen ihre Häuser weiß an, um die sommerliche Hitze nicht in die Wohnung dringen zu lassen. Denn dunkle Farben nehmen die Wärmeenergie der Sonne auf, weiße Außenwände sorgen für ein besseres Klima in den Häusern. Die Solarthermie stellt dieses Prinzip auf den Kopf: eine interessante Alternative, um auf dem Campingplatz warmes Wasser zu erzeugen. Gerade im Sommer: Dann scheint die Sonne am stärksten – und Ihr Bedarf an warmem Wasser ist besonders hoch, weil Sie viele Gäste auf Ihrem Platz haben.

 

Wie funktioniert Solarthermie? Sie installieren einen Kollektor in schwarzer Farbe auf einem Dach, etwa über den Sanitärräumen. Diesen Kollektor durchströmt ein Gemisch, das aus Wasser und Frostschutzmittel besteht. Die Sonne erhitzt diesen „Wärmeträger“, den eine Pumpe zu einem Wärmetauscher befördert. Dort überträgt er die Wärme aus dem Wassergemisch auf das Trinkwasser, das sich in seinem Speicher befindet. Dieses Wasser fließt durch Ihre Leitungen – und kommt warm aus den Wasserhähnen oder der Dusche. Der Wärmeträger kühlt dadurch ab und wird erneut zum Kollektor gepumpt, wodurch sich der Kreislauf schließt.

 

Und einen weiteren Nutzen hat die Solarthermie: Mit dem erwärmten Wasser können Sie auch die Heizungsanlage in Ihren Gebäuden unterstützen. Sinnvoll ist auch eine Kombination mit einer Pellets-Heizung: Dann ist im Trinkwasser-Speicher ein zweiter Wärmetauscher angebracht. Sein Wasserkreislauf ist mit einem Pellets-Ofen verbunden, der immer einspringt, wenn die Sonnenstrahlen nicht genug Energie liefern – etwa im Winter. Diese Kombination aus Sonnenenergie und Pellets senkt deutlich die Kosten für Brennstoff; die Pelletsheizung läuft ja nicht das ganze Jahr. Natürlich ist es auch möglich, die Solarthermie mit einem Gasbrennwert-Kessel zu kombinieren.

 

Welche Vorteile hat die Solarthermie? Sie funktioniert, ohne dass Sie fossile Brennstoffe verbrauchen. Daher ist sie eine CO2-freie Technologie. Überhaupt zählt die Sonne zu den erneuerbaren Energien, weshalb Sie bei der Solarthermie keine endlichen Ressourcen angreifen. Trotzdem ist es möglich, die Solarthermie mit konventioneller Heiztechnik zu kombinieren. Ein weiterer Pluspunkt: Es entsteht keine Abhängigkeit von einem Brennstoff-Markt, auf dem die Preise schwanken. Außerdem lassen sich staatliche Fördermittel beantragen.

 

Welche Nachteile ergeben sich bei dieser Technologie? Sie müssen mit Schwankungen bei der Einstrahlung der Sonne rechnen, was in Mitteleuropa von der jeweiligen Jahreszeit abhängt. Die Anschaffungskosten fallen relativ hoch aus – eine Umrüstung kann sinnvoll sein, wenn ein Dach sowieso neu gedeckt oder die Heizung modernisiert wird. Schalten Sie einen Gasbrennwert-Kessel zu, entstehen CO2-Emissionen, wenn das Gas verbrennt.

 

Campingplätze haben einen hohen Bedarf an warmem Wasser – die Solarthermie bietet Ihnen die Möglichkeit, Klimaschutz mit finanziellen Vorteilen zu verbinden. Dabei gibt es ein Problem: Solarthermie-Anlagen sind schwer zugänglich, oft befinden Sie sich auf einem Dach, wo Sie für Ihre Campinggäste unsichtbar sind. Ein positiver Werbeeffekt verpufft – gerade bei Campinggästen, die sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessieren. Die Lösung: Schaffen Sie eine Großanzeige an, die regelmäßig über die Leistungen Ihrer Solarthermie-Anlage informiert. Neben der Werbewirkung ergibt sich noch ein Vorteil: Die Daten der Anlage lassen sich leicht ablesen, so lässt sich die reale Ersparnis und die Amortisationszeit berechnen. Auch Störungen werden schneller erkannt.

 

Solarthermie – eine bewährte Technologie, die ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist. Lassen Sie die Sonne für sich arbeiten …

 
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